„Ich schreibe immer in meiner eigenen Sprache. Um verstanden zu werden und mit Respekt vor den Menschen, die mir begegnen.“ (Foto: Knut Kuckel)
„Ich schreibe immer in meiner eigenen Sprache. Um verstanden zu werden und mit Respekt vor den Menschen, die mir begegnen.“ (Foto: Knut Kuckel)

Zuhören, schreiben, erzählen – Mein sehr persönliches Vergnügen

Mein erster Blog war dem praktischen „Radiojournalismus“ gewidmet. Berufsbedingt. Weil ich wissen wollte, wie das „Internet“ funktioniert, folgte ich dem Rat eines Kollegen: „Einfach nur machen.“

Aktuell sortiere und überarbeite ich Beiträge aus all meinen Blogs und füge gelegentlich neue hinzu. Unter meinem Namen schreibe ich im Stil des Erzählers. Berichte über Begegnungen mit charakterstarken Menschen, an besonderen Orten. Aktualität ist nicht von Bedeutung, weil die Beiträge ein längeres Haltbarkeitsdatum haben.

An Bord von »Christophorus 5« – Flug über das Mieminger Almenland (Foto: Knut Kuckel)

Bilder vervollständigen meine Geschichten. Das spiegeln beispielsweise Blogbeiträge über meine „Radiojahre in Belgien“, oder einem „Flug über das Mieminger Almenland“ mit den Rettungsfliegern von »Christophorus 5«. Vielleicht ja auch die Geschichten aus meiner Geburtsstadt in der Eifel, der „Karolingerstadt Prüm“ und „Die Jacke meines Vaters“.

Es gibt in meinem Blog auch viel zu erzählen aus meinen Tiroler Jahren. Sie offenbaren die Nähe zu den Menschen, die ich dort erfahren durfte. Geblieben ist bis heute das Gefühl, einer von ihnen zu sein.

Erstleser des neuen Mieming-Buches "Geschichte und Geschichten". (Foto: Knut Kuckel)

Mein Beitrag über das letzte Mieming-Buch macht das vielleicht ein wenig deutlich. Geschrieben habe ich die Geschichte, wie ein Buch die Dorfgemeinschaft erreicht, schon im September 2011. Aus heutiger Sicht vor rund zehn Jahren. Für Miemingerinnen und Mieminger liest sie sich so aktuell wie am Tage der Veröffentlichung. 

Geschichte und Geschichten – Das neue Mieming-Buch macht Freude

Besonders in Erinnerung bleibt mir das Erlebnis mit der weit über 90jährigen Scharmer Anna aus Obermieming. Eines Tages ruf mich die frühere Almbäuerin aus meiner Nachbarschaft an und sagte „Ich war auf der Hochfeldern Alm. Da ist jetzt alles neu. Die brauchen aber in ihrer schönsten Stube ein Bild von der alten Feldereralpe. Das möchte ich Ihnen gerne schenken. Hilfst Du mir dabei?“ – Aus dem Telefonat wurde eine Geschichte mit Tiefgang: Bild mit Geschichte für die Feldernalm – Aus dem Familien-Kastl der Scharmer Anna.

Bild mit Geschichte für die Feldereralpe. (Foto: Knut Kuckel)

Ich schreibe immer in meiner, mir eigenen Sprache. Wir Radioleute nennen das eine „lebende Sprache“. Um verstanden zu werden und mit Respekt vor den Menschen, die mir begegnen. Sprache, die ausschließt, passt nicht zu mir. Mit dem Blick des Fotografen versuche ich, das Geschriebene ins Bild zu setzen. Wenns gelingt, erzählen meine Bilder ihre eigenen Geschichten.

Almhirt Gerhard Wiggins, Seeben Alm. (Foto: Knut Kuckel)

In vielen Bildern sprechen die Gesichter „meiner Menschen“ eine eigene Sprache. So wie auf dem Foto von Gerhard Wiggins, einem Partenkirchner, der sich mit seiner Familie seit Jahren erfolgreich um die Seeben Alm bei Ehrwald kümmert. Im Auftrag der Almbauern aus Untermieming. Das Foto gehört zur Geschichte „Freilichtbühne Seeben Alm“:

Freilichtbühne Seeben Alm – Almvieh und Wanderer Aug’ in Aug’

„Und? – Wer liest das denn…?“ wurde ich schon häufiger gefragt. Darauf antworte ich in der Regel, das nicht so sehr einschätzen zu können. Ich gehe aber davon aus, dass die Beiträge im Einzelnen nur von Menschen gelesen werden, die ein jeweils inhaltliches Interesse haben.

Der Heilige Korbinian, nahe St. Georg in Ruhpolding. (Foto: Knut Kuckel)

Wer mich auf meinem „Besinnungsweg in Ruhpolding“ begleitet, ist von anderen Stimmungen geleitet als jemand, der sich mit der „Rundfunkgeschichte in Deutschland“ beschäftigt. So ist das auch mit interessierten Wegbegleitern, die mir etwa beim Betrachten einer Ausstellung über die Schulter schauen. So wie bei der Ausstellung „Tiroler Holzarbeiter auf Saison in Bayern“ im Chiemgau.

Ausstellung über den Obsteiger Bildhauer Hermann Rieser. (Foto: Knut Kuckel)

Mit meinen Geschichten verdiene ich kein Geld. Auch nicht mit den Fotos. Hin und wieder fragt man nach, ob Bilder übernommen werden dürfen? Wenn alles zusammenpasst, stimme ich solchen Anliegen zu.

Wer meine Beiträge liest, gleich in welchem, der von mir veröffentlichten Blogs, ist mir immer herzlich willkommen. Ich versichere, alles ist „handgemacht“. Meine digitalen Publikationen werden auch technisch aus eigener Hand veröffentlicht. Das macht es leichter.

Atelier im Haus der Affenhausener Steindrucker. (Foto: Knut Kuckel)

Die häufig gestellte Frage, weshalb ich „blogge“ kann ich nur subjektiv beantworten. Ich blogge gerne, weil ich meine eigenen Geschichten schreiben kann und dabei viel über mein Umfeld lerne.

Ich freue mich, wenn mir jemand zu dem Geschriebenen seine persönliche Meinung mitteilt. Auch dann, wenn sein Kommentar nicht meiner Sicht der Dinge entsprechen sollte.

Möge der ein oder andere Beitrag, den Sie bei mir finden, für Sie lesenswert sein. Ich schaue auch gerne mal in Ihrem Blog vorbei, wenn Sie ihn mir vorstellen möchten.

Danke, für Ihr Interesse und bleiben Sie am gesellschaftlichen Geschehen interessiert.

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Von
Knut Kuckel