„Knut Kuckel, der von 1979 bis 1989 als Reporter, Journalist und Musikredakteur für den BRF gearbeitet hat.“ (Foto: BRF)
„Knut Kuckel, der von 1979 bis 1989 als Reporter, Journalist und Musikredakteur für den BRF gearbeitet hat.“ (Foto: BRF)

Radiojahre in Belgien – „das war eine gute Zeit…“

Lasst mich nachdenken. Wann bin ich beim BRF ausgeschieden? 1989 war das. Lang ists her. Freunde von damals melden sich immer mal wieder und fragen: „Welche Erinnerungen hast Du noch an Deine Zeit in Belgien ?“

Meine Antwort auf die oft gestellte Frage bleibt gleichlautend. „Gute Jahre waren das. Ich war immer gerne bei euch und durfte viel lernen.“ Ich habe nur angenehme Erinnerungen an meine acht aktiven Jahre beim deutschsprachigen Belgischen Rundfunk (BRF). Und wenn es mal weniger gut lief, hatte ich mir das selbst zuzuschreiben.

Der Belgische Rundfunk (BRF), ehemals Belgischer Hör- und Fernsehfunk (BHF), ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien.

Der BRF würdigt mich auf seiner Webseite als Pionier einer Sendung, die es heute noch gibt. Ein wenig schmeichelhaft, der O-Ton: „Der Schlagerparaden-Vater heißt Knut Kuckel, der von 1979 bis 1989 als rühriger Reporter, Journalist und Musikredakteur für den BRF gearbeitet hat.“ Das steht unter dem Foto, dass ich mir für diesen Beitrag beim BRF ausgeliehen habe (s. oben). Wenn ich heute alte Dokumente durchblättere, kann ich zumindest bestätigen, dass sich zu jener Zeit die Großen der Unterhaltungsszene im Eupener Studio die Klinke in die Hand gaben. Belgien war für viele immer eine Reise wert. Und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Belgier wurde von allen Gästen immer wieder gelobt.

An Herbert Grönemeyer überreichten wir an einem Abend im März 1982 (in St. Vith) seinen ersten Radiopreis. Zuvor war bei mir Gast im BRF-Studio. Grönemeyer gefiel es bei uns. Wir trafen uns auch häufiger privat. Mal in Belgien oder mal in Köln, z.B. beim Stones-Konzert. Zum Kontakt kam es über den Musikverleger Horst Hültenschmidt, einem langjährigen Freund und Studienkollegen.

Herbert Grönemeyer war damals als Schauspieler (Das Boot) bekannt. Obwohl er als Sänger schon viele Schallplatten verkaufte. (Foto: Knut Kuckel/Hans-Hubert Franke/AVZ)

Gerade habe ich mein Arbeitszimmer auf den Kopf gestellt und in einem uralten Foto-Album ein paar Bilder entdeckt, die aufzeigen, dass wir alle inzwischen älter geworden sind.

Darunter bekannte Leute wie Peter Maffay, Jan Hofer, Adamo, Karel Gott, Roland Kaiser oder Nicole. Zwei Fotos zeigen jeweils in stimmungsvoller Atmosphäre unsere Teams beim jährlichen BRF-Fest. Nicht auf den Fotos, aber auch unter den Stammgästen in Eupen waren Udo Jürgens, Reinhard Mey, Konstantin Wecker, Wolfgang Niedecken und viele mehr.

Weil ich darum gebeten wurde, schreibe ich deshalb noch ein paar andere Dinge auf, die mir auch heute noch einfallen, wenn ich an meine Radiojahre in Belgien denke. Das ist hier kein Beitrag, der mit dem mir nicht eigenen Chronisteneifer geschrieben wurde, sondern mehr eine Geschichte, die mein Bauchgefühl diktierte.

Manche Erlebnisse hatte ich beim BRF, die mir später, als Journalist, seltener vergönnt waren. Ein paar Beispiele gefällig?

Unser Unterhaltungschef Walter Eicher nahm mich gerne zu großen Festivals mit. Wir waren gemeinsam beim „Eurovision Song Contest“ in Scheveningen, einer schönen Hafenstadt im niederländischen Bezirk Den Haag, im irischen Dublin und in Bergen, an der Südwestküste Norwegens.

Am meisten gefiel es mir allerdings immer beim Songfestival von Knokke, in der belgischen Küstenstadt Knokke-Heist, nahe der niederländischen Grenze. Beim Belgischen Rundfunk hatte der „Knokke-Cup“ in allen Programmen einen hohen Stellenwert. Da war noch alles „live“. Die Künstlerinnen und Künstler probten mit Orchester mindestens eine Woche vor Ort. Für Deutschland war mal Udo Jürgens erfolgreich dabei. Viele starteten ihre Unterhaltungskarriere in Knokke. Belgien war das Gastgeberland.

Walter Eicher, ein Mitglied der Jury, beförderte mich zum Team-Mitglied. Bis auf ein paar Live-Reportagen hatte ich nicht viel zu tun, durfte aber meine Nase in alles hineinstecken. „Um zu lernen“, sagte Walter. Eine Woche lang, jeden Abend Live-TV. Den dafür notwendigen Smoking durfte ich mir auf Kosten des BRF in Lüttich ausleihen. Die BRT-Big Band war oft bei uns in Eupen anlässlich der „Goldenen Antenne“ zu Gast. Geleitet damals vom belgischen Jazzmusiker Freddy Sunder. Die Big Band besuchten wir gerne bei ihren Proben im Brüsseler Atomium. Erlebnisse, die mir unvergesslich bleiben.

Es wird heute nicht mehr so sehr viele Kolleginnen und Kollegen geben, mit denen ich damals aktiv beim BRF  war. Renate Ducomble gehört dazu. Ich freue mich, von ihr gelegentlich etwas zu hören. Renate hält Kontakt und in unseren Gesprächen, habe ich immer das Gefühl, noch mit sehr zarten Banden dem BRF anzugehören.

Im September 1979 lud mich der damalige Chefredakteur Peter Thomas zu ein paar Probesendungen ins Eupener Studio ein. Kurz darauf folgte die Festanstellung. Ich war zu dieser Zeit der erste und einzige Deutsche, dem dieses Privileg zuteil wurde. Der BRF war als Informationsprogramm in deutscher Sprache, in der Zeit des 2. Weltkriegs, der nachrichtliche Gegenpol zum Radio Nazi-Deutschlands. Ich traf noch Kolleginnen und Kollegen, die als Zeitzeugen Greuelgeschichten erzählen konnten.

Zehn Jahre später kehrte ich zurück nach Deutschland und folgte einem Ruf zum Redakteur beim Hessischen Rundfunk. Beim hr suchten sie damals einen Radiojournalisten, der handwerklich „Generalist“ war. Ich profitierte damals davon, dass wir in Belgien abteilungsübergreifend arbeiten konnten. In den 80er Jahren war das beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland noch die Ausnahme.

Aber zurück nach Belgien…

Eigentlich bin ich indirekt über die damalige Aachener Volkszeitung zum BRF gekommen. Ich werde nie vergessen, wie kalt es im Winter in der Eupener Zeitungs-Redaktion sein konnte. Die wurde nur von einem kleinen Ölofen beheizt. Mehr schlecht als recht. Gottseidank trug Redaktions-Kollege Delhey immer drei bis vier Pullover übereinander. Dank seiner „Zwiebeltechnik“ fiel da schon einmal einer für mich ab.

In einem meiner ersten Artikel zur „Euregio“ ging es um „Schule und Bildung“. Konkreter, um sich ergänzende Lehrpläne und die damit verbundene Chance zur gegenseitigen Geschichtsaufarbeitung. Mir ist eine Aussage in diesem Zusammenhang in Erinnerung geblieben. Die „Euregio“ sei beileibe kein „Euphorio“.

Wenig später begleitete ich ein  BRF-Team zur „Comisa“ nach St. Vith. Die Technik-Kollegen Jaques Molitor und Jacques Sougné zeigten schon damals, wie man Radio über eine kabellose Funkstrecke verbreitet. Im WLAN-Zeitalter kaum noch vorstellbar. Das hügelige Hohe Venn störte etwas, aber das bekamen die beiden auch in den Griff. Producer (Redakteur) war an diesem denkwürdigen Tag Walter Eicher. Mit dabei die Journalisten Paul Maraite und Guido Arimont. Drei Stunden sendeten wir sehr hemdsärmelig Informatives und Unterhaltsames vom berühmten Marktflecken in der belgischen Eifel. Als Jüngster war ich damals noch völlig unerfahren und mächtig stolz auf meine BRF-Kollegen, die eine Live-Sendung hinbekamen. Mit all den damals bekannten Tricks.

Jacques Sougnè fuhr einen Citroën-Oldtimer. Wie er selbst, eine Leihgabe der französischsprachigen RTBF in Lüttich. Niemand wusste weshalb, aber mit diesem wunderschönen alten Auto landete er auf dem Heimweg nach Eupen im Graben. Warum, weiß ich nicht mehr.

Das waren regelrechte Pionierzeiten. Ich durfte dabei sein. Das habe ich immer als großes Glück empfunden.

Gemeinsam mit dem heutigen BRF-Programmdirektor Toni Wimmer interviewten wir im Juni 1991 Peter Thomas. Für die Aachener Volkszeitung (AVZ). Der damalige BRF-Chefredakteur gehörte zur Delegation des Belgischen Königs Baudouin und Königin Fabiola. Peter war einer von 25 auserwählten belgischen Journalisten, die das Königspaar auf dieser Reise in die Volksrepublik China begleiten durften.

Die Parteimächtigen um Deng Xiaoping öffneten sich den westlichen Ländern Europas. Aus wirtschaftlichen Gründen. Was sonst? Peter Thomas fragte sich damals „Was geschieht, wenn die Tür zum Westen einfach wieder zugeschlagen wird?“

Die Älteren werden sich noch erinnern. Charles Ferdinand Nothomb war damals als belgischer Außenminister Teil der Delegation. Nothomb ist Politiker der französischsprachigen christdemokratisch-humanistischen Partei in Belgien. Nothomb vertrat im Anschluss an die China-Reise die Auffassung, es sei zwar nicht auszuschließen, das sich China isolieren könne, aber für ein kleines Land wie Belgien gäbe es immer noch Möglichkeiten der Kooperation. Was damals aus europäischer Sicht als aufregend empfunden wurde, ist heute schon fast Normalität.

Meinen früheren Chef Peter Thomas traf ich viel Jahre später in Brüssel wieder. Da war ich Journalist für den Hessischen Rundfunk. Peter Thomas arbeitete zu der Zeit im EU-Parlament als Informationsdirektor für Belgien. Zurückblickend war das eine sehr freundschaftliche Begegnung. Für die Zeitung wurde ein Foto gemacht. Es zeigt Peter Thomas in seinem Haus.

Staatsbesuch im Juni 1981.BRF-Chefredakteur Peter Thomas war kritischer Besucher und Begleiter von König Baudouin und Königin Fabiola in China. (Foto: AVZ)

Der Tourismus der Ostkantone feierte Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre erste wirtschaftliche Erfolge. Das deutschsprachige Ostbelgien hatte viele Gründe stolz zu sein. Allein dem wohlhabenden Nachbarn in Deutschland fehlte so oft der Durchblick.

Der WDR titelte damals eine Fernsehsendung in seinem 3. Programm spöttisch „Hat Belgien Lust am eigenen Untergang?“ Die polarisierenden Journalisten Luc Leysen und Wolfgang Klein waren sich mit ihrem Resümee einig. „Wenigstens einmal im Jahr, nämlich zur Tour de France, ist Belgien geeint!“ – Wenn ich heute Nachrichten aus Belgien mitverfolge, denke ich so oft, sehr viel hat sich im politischen Belgien bis heute nicht geändert.

Den Kollegen Wolfang Klein traf ich Jahre später beim Südwestfunk in Baden-Baden wieder. Dort hatte ich Gelegenheit, mit ihm über die alte Geschichte zu sprechen. Er war überrascht, von mir die belgische Perspektive zu hören und bedauerte im Nachhinein den negativen Zungenschlag der damaligen Sendung.

„100 Tage ohne Regierung“, eine solche Schlagzeile macht heute im Belgien der drei Kulturgemeinschaften niemanden ernsthaft nervös. Da hat sich über die Jahre auch nichts geändert.

Wer die belgische Mentalität kennenlernen möchte, möge sich eine Reise nach Lüttich gönnen. Sonntags vormittags. Am Maasufer findet dort der Markt „La Batte“ statt. Über den Markt und seine Besonderheiten habe ich einmal im Rahmen einer einstündigen Dokumentation für den BRF berichtet. Er spiegelt das, was den Belgier ausmacht. Zwar wird „La Batte“ auf frankophonem Terrain veranstaltet, aber die Gelassenheit der Menschen, die dort zu beobachten sind, darf auch den Flamen zugeschrieben werden und besonders auch den deutschsprachigen Belgiern. Das sehen die Belgier zwar anders, aber sie werden mir meine persönliche Sicht der Dinge (als benachbarter Ausländer) nachsehen.

Heute lebe ich in Bayern und bin gelegentlich im Nachbarland Tirol. In Tirol kann der politisch Interessierte mit den „belgischen Verhältnissen“ nicht sehr viel anfangen.

Wenngleich die Belgier bei den Alpenländlern einen hohen Stellenwert haben. Man mag ihre Art zu leben. Und das nicht nur in kulinarischer Hinsicht. Ich bin nicht selten stolz, wenn „mein Belgien“ gelobt wird. Nicht nur, weil dort wieder ein wundervoller Fußball gespielt wird. In der guten Nachbarschaft des Freistaates Bayern, weiß im österreichischen Tirol so ziemlich jeder, wer Daniel van Buyten ist, Marc Wilmots oder Jan Ceulemans.

Die „roten Teufel“ von heute sind wieder wer im internationalen Fußball. Und dann fällt mir ein, dass wir damals in Eupen die Länderspiele der „roten Teufel“ im Fernsehen anschauten und dazu den Ton aus dem BRF-Radio hörten.

Als der damals amtierende hr-Intendant Helmut Reitze hörte, dass ich mal beim BRF gearbeitet habe, erzählte er mir, dass er sehr stolz darauf sei, einen der „Besten“ aus Belgien zum ZDF geholt zu haben.

Reitze meinte Luc Walpot. Luc hat inzwischen als ZDF-Auslandskorrespondent einen mehr als guten Namen. Seine Berichte sind immer glaubhaft und haben Gewicht. Wenn ich ihn heute im Fernsehen sehe und höre, denke ich oft an sehr gute, gemeinsame Jahre in Belgien.

Ich erinnere mich neben Luc Walpot immer auch gerne an Walter Eicher, Sigrid Dollendorf, Liliane Kumst (geb. Weynands), Rudi Klinkenberg, Paul Maraite, Freddy Derwahl, Hubert Jenniges, Hans Engels, Peter Thomas, Frederik Schunck, Hans Reul und die vielen anderen. Und wenn ich ganz aufrichtig bin, habe ich in meiner Belgien-Zeit zu ihnen aufgeschaut.

Kooperiert haben wir sehr häufig mit dem Grenz-Echo, der deutschsprachigen Zeitung der Region. Werner Keutgen begegnet mir als Kollege aus dieser Zeit auch heute noch. Ich habe ihn immer als fairen und charakterstarken Kollegen geschätzt.

Die erste Volontärin, die ich mit ausbilden durfte, war übrigens Gisela Steinhauer. Gisela arbeitet an ihrem neuen Buch. Von ihr weiß ich, dass die Belgien-Zeit dort ein eigenes Kapitel bekommen soll. Heute ist sie vielfach ausgezeichnete Journalistin und Moderatorin. Unter anderem für WDR 2 (Sonntagsfragen), WDR 5 (Tischgespräch) und Deutschlandfunk Kultur. Bis heute sind wir befreundet. Sehen und hören voneinander und ich freue mich, dass sie mir als beste langjährige Freundin geblieben ist.

Von Gisela Vindevogel, Redaktionschefsekretärin aus der Brüsseler BRF-Redaktion, mit der ich mich zu gelegentlichen Telefongesprächen verabrede, habe ich die alte Lithographie vom Toone-Theater in Brüssel geschenkt bekommen. Seither begleitet mich das Plakat, wo auch immer ich lebe.

Dort hängt es dann meistens im Stiegenhaus, vor dem Eingang der Wohnung. Die herrliche Lithographie hing ursprünglich an einem prominentem Platz im Toone-Theater und durfte eigens für mich dort abgenommen werden. Für Brüssel-Kenner ist das etwas Besonderes.

Das alte Plakat vom Marionettentheater Toone war das Abschiedsgeschenk meiner Brüsseler Kollegin Gisela. (Foto: Knut Kuckel)

Seit der Gründung des Theaters im Marollenviertel ist nun bereits die 9. Puppenspielergeneration der Toone-Dynastie am Werk. Der jeweils neue Toone (Brüsseler Kosename für „Antoine“, so der Vorname des Gründers) muss sowohl von seinem Vorgänger als auch von dem Publikum angenommen werden – und so ist es nicht unbedingt der jeweilige Sohn, der die Nachfolge antritt.
Die Klassiker werden in Brüsseler Mundart und manchmal auch auf Niederländisch oder Französisch aufgeführt.

Meine BRF-Kolleginnen und -Kollegen haben mir sehr viel Handwerkliches Können für meinen eingeschlagenen Weg als Rundfunkjournalist mit auf den Weg gegeben. Davon konnte ich beim damaligen Südwestfunk (heute Südwestrundfunk) wie bei meinem letzten, langjährigen Arbeitgeber, dem Hessischen Rundfunk, immer auch profitieren.

Da fällt mir noch ein, weshalb man beim Hessischen Rundfunk auf mich aufmerksam wurde.

Der BRF beteiligte sich gelegentlich in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk (hr) an der sehr aufwändig produzierten Sendung „Radio Match“. Nach einer Idee des früheren hr-Unterhaltungschefs Hanns Verres. 

Es gab immer zwei Live-Sendeorte und geleitet wurde die Produktion aus dem hr-Funkhaus in Frankfurt am Main. Der damalige BRF-Direktor Peter Moutschen bestellte mich in der Planungsphase in sein Büro und beauftragte mich, für den BRF in Kiedrich (im Rheingau) zu moderieren. „Da brauchen wir jemanden, der einigermaßen verlässlich hochdeutsch spricht“, so sein Argument. Das Angebot war aus meiner Sicht spannend, deshalb sagte ich „ja“.

In meinem Keller liegt noch das Plakat zur Sendung. Mehr schlecht als recht gerahmt, aber die Details sind noch erkennbar.

Radio Match, Hessischer Rundfunk/Belgischer Rundfunk, 25. Februar 1986, Foto: Knut Kuckel

Der BRF meldete sich aus Kiedrich, der hr aus Eupen. In meinem Gefolge waren Adamo und das Francis Coppieters-Trio, in Eupen gastierten die hr Big Band (Leitung Heinz Schönberger) und Karel Gott bei Moderator Werner Reinke.

Ein paar Monate nach der Sendung besuchte mich ein hr-Kollege im Auftrag seiner Frankfurter Programmdirektion in Eupen und machte mir das Angebot, zum Hessischen Rundfunk zu wechseln. Davon war Peter Moutschen nicht sehr erfreut, ließ mich aber letztlich doch ziehen. Er wolle meiner beruflichen Zukunft nicht im Wege stehen.

Was folgte waren lange und erlebnisreiche Radiojahre in Deutschland. Geschichten aus dieser Epoche gäbe es ebenfalls viele zu erzählen. Mal schauen, ob ich mich einmal dieser Erinnerungsarbeit stellen werde. Wenn ja, dann wiederum weniger aus Sicht des Autobiographen, stattdessen vielleicht mehr mit dem Auge des Beobachters.

Zurück nach Belgien: telefoniert habe ich u.a. in jüngster Zeit mit BRF-Direktor Toni Wimmer und meiner früheren Kollegin Liliane Kumst. Wir haben uns in Eupen verabredet. Um Freunde und frühere Kolleginnen/Kollegen zu treffen, um über alte und neue Zeiten zu sprechen. Ja, und vielleicht mal wieder „live“ dabei zu sein. Darauf freue ich mich.

Weblink: BRF Eupen

persönlich

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Von
Knut Kuckel